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<title>Performance (Kunst)</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Performance (Kunst)</span></h1>
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<p>Als <b>Performance Art</b> (im deutschen Sprachraum auch kurz <b>Performance</b>) wird eine situationsbezogene, handlungsbetonte und <a href="Verg%C3%A4nglichkeit" title="Vergänglichkeit">vergängliche</a> künstlerische Darbietung eines Künstlers bzw. einer Künstlergruppe bezeichnet. Die Kunstform hinterfragt die Trennbarkeit von Künstler und Werk sowie die Warenform traditioneller Kunstwerke. So überwindet sie die Auffassung, dass nur dauerhafte, werthaltige, beliebig handhabbare und verkäufliche Objekte (etwa Gemälde und Skulpturen) als Kunst zu betrachten seien.
</p><p>Der Begriff wurde in den 1970er Jahren populär, obwohl es Performance Art schon mindestens seit den 1910er Jahren gibt. Direkte Vorläufer der Performance Art in den 1950er und 1960er Jahren im deutschsprachigen Raum waren bspw. die <a href="Wiener_Aktionismus" title="Wiener Aktionismus">Wiener Aktionisten</a> und die <a href="Neo-Dada" title="Neo-Dada">Neo-Dadaisten</a>. (Diese beschrieben ihre Auftritte und Aktivitäten als <i>Live Art, Action Art, Intervention</i> oder auch <i>Manoeuvre</i>.) Performances können noch heute anderen Strömungen, Kunstrichtungen, Bewegungen und Kunsttheorien zugeordnet sein, wie <a href="Body-Art" title="Body-Art">Body-Art</a>, <a href="Happening" title="Happening">Happening</a> und <a href="Fluxus" title="Fluxus">Fluxus</a>. Es gibt zudem große Überschneidungen mit der <a href="Konzeptkunst" title="Konzeptkunst">Konzept-</a> und der <a href="Aktionskunst" title="Aktionskunst">Aktionskunst</a>, bspw. der <a href="Aktionskunst#Politische_Kunst" title="Aktionskunst">politischen Kunst</a> von Gruppen wie <a href="Pussy_Riot" title="Pussy Riot">Pussy Riot</a> oder dem <a href="Zentrum_f%C3%BCr_politische_Sch%C3%B6nheit" class="mw-redirect" title="Zentrum für politische Schönheit">Zentrum für politische Schönheit</a>.
</p>

<p>Performance Art kann auch bedeuten, dass die Künstler monatelang ein Kunstwerk durchführen, wie bspw. <a href="Tehching_Hsieh" title="Tehching Hsieh">Tehching Hsieh</a> und <a href="Linda_Montano" title="Linda Montano">Linda Montano</a>, oder sich gar für den Rest ihres Lebens vollständig in ein Kunstwerk verwandeln, wie <a href="Eva_%26_Adele" title="Eva &amp; Adele">Eva &amp; Adele</a>. Die Abgrenzung zur <a href="Kunstfigur" title="Kunstfigur">Kunstfigur</a> bzw. zum „Bühnencharakter“ ist dabei nicht klar definiert. So werden bspw. auch die beiden Frontleute der Band <a href="Die_Antwoord" title="Die Antwoord">Die Antwoord</a>, die ihre <a href="Alter_Ego" title="Alter Ego">Alter Egos</a> seit ihrem Bekanntwerden in der Öffentlichkeit konsequent „gespielt“ und nie wieder abgelegt haben, als Performance-Künstler bezeichnet.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Begriff">Begriff</h2></div>

<p>In den 1960er Jahren wurde, zunächst in den USA, der Begriff „Performance Art“ zu einer Sammelbezeichnung für künstlerisches Geschehen, das den üblichen Kontext der „Performing Arts“ (<a href="Darstellende_Kunst" title="Darstellende Kunst">Darstellenden Künste</a>) und der „Visual Arts“ (<a href="Bildende_Kunst" title="Bildende Kunst">Bildenden Künste</a>) sprengte: <a href="Happening" title="Happening">Happenings</a>, „Live Events“, <a href="Fluxus" title="Fluxus">Fluxuskonzerte</a>, Straßenaktionen und Demonstrationen als öffentliches künstlerisches Ereignis.
</p><p>Beeinflusst durch <a href="Antonin_Artaud" title="Antonin Artaud">Antonin Artaud</a>, <a href="Dadaismus" title="Dadaismus">Dada</a>, die <a href="Situationistische_Internationale" title="Situationistische Internationale">Situationistische Internationale</a> und <a href="Konzeptkunst" title="Konzeptkunst">Konzeptkunst</a> wurde „Performance Art“ um 1970 in den USA von Künstlern wie <a href="Allan_Kaprow" title="Allan Kaprow">Allan Kaprow</a> verstärkt als <a href="Antithese" title="Antithese">Antithese</a> zu Theater formuliert und zunehmend als konzeptuell eigenständige Kunstform verstanden. In der „Performance Art“ dieses Typs sollte ein künstlerisches <a href="Ereignis" title="Ereignis">Ereignis</a> nie in der gleichen Weise wiederholt werden und nie eine Struktur wie ein Stück aus der Darstellenden Kunst haben.<sup id="cite_ref-Parr_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-Parr-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Deutschen wird die so definierte Kunstform häufig mit der Kurzform „Performance“ oder „Kunstperformance“, bezeichnet. Im englischen Sprachraum ist die Verwendung der Kurzform nicht möglich, da das Wort hier nur die allgemeine Bedeutung der „Vorstellung“ hat.
</p><p>Theoretiker und Künstler unterscheiden Performances, die sich aus Konzepten der <a href="Bildende_Kunst" title="Bildende Kunst">Bildenden Kunst</a> entwickelt haben, von Formen, die aus den <a href="Darstellende_Kunst" title="Darstellende Kunst">Darstellenden Künsten</a> kommen, wie etwa die Theaterperformance, Musikperformance oder Literaturperformance.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch eine Theaterperformance ist aber nicht wie ein <a href="Drama" title="Drama">Drama</a> und eine <a href="Auff%C3%BChrung" title="Aufführung">Theateraufführung</a> vorstrukturiert. Der künstlerische Prozess wird in ihr, in Form einer unmittelbaren Handlung und Präsenz, zum Werk selbst. Der Körper des Künstlers oder (seltener) die Körper der vom Künstler beauftragten ausführenden Performer zum künstlerischen <a href="Medium_(Kommunikation)" title="Medium (Kommunikation)">Medium</a>. Es wird keine theatralische Rolle gespielt, sondern das Präsentierte im Augenblick des Geschehens wahrhaftig durchlebt. In den Darstellenden Künsten dagegen (die seit den letzten Jahrzehnten allerdings zunehmend von Performance-Konzepten beeinflusst werden, <a href="Liste_lateinischer_Phrasen/V#Vice_versa" title="Liste lateinischer Phrasen/V">vice versa</a>) tritt der <a href="Schauspieler" title="Schauspieler">Mime</a> hinter der <a href="Rolle_(Theater)" title="Rolle (Theater)">Rolle</a> zurück, die er in einem Stück spielt, so wie im klassischen <a href="Ballett" title="Ballett">Ballett</a> der Tänzer hinter der Figur zurücktritt, die er in einer <a href="Choreografie" title="Choreografie">Choreografie</a> tanzt.
</p><p>„Performance“ ist ein interpretativer Begriff, wie beispielsweise „Demokratie“. <a href="Widerspruch_(Dialektik)" title="Widerspruch (Dialektik)">Widerspruch</a> und Meinungsverschiedenheit sind darin bereits enthalten, eine allgemeinverbindliche Definition ist in diesem Sinne unmöglich. Die Widersprüchlichkeit rivalisierender Deutungen und Bedeutungen ist ihr wesentlicher Bestandteil.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Beschreibung">Beschreibung</h2></div>

<p>„Performative Arbeit“ in der Kunst, aber auch in anderen Kulturbereichen wie <a href="Spiel" title="Spiel">Spiel</a> oder <a href="Sport" title="Sport">Sport</a>, ist auf die Präsentation des verwertbaren Selbst vor anderen ausgerichtet, wobei die Präsenz des Anderen sowohl als Instrument wie auch als Objekt in Erscheinung tritt.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Häufig ist Performance ortsgebunden, kann jedoch überall, zu jeder Zeit und ohne zeitliche Begrenzung stattfinden. Dabei kommen vier Grundelemente ins Spiel: Zeit, Raum, der Körper des Performers und eine Beziehung zwischen dem Künstler und den Zuschauern. Es gibt zwar Performances, deren Ablauf oder Konzept einer präzisen <a href="Dramaturgie" title="Dramaturgie">Dramaturgie</a> folgen, die <a href="Kontingenz_(Soziologie)" title="Kontingenz (Soziologie)">soziologische</a> und <a href="Kontingenz_(Philosophie)" title="Kontingenz (Philosophie)">philosophische Kontingenz</a> der Entwicklung im Ablauf einer Performance ist jedoch ein wesentliches Element. Nicht selten sind Performances offene künstlerische Versuchsanordnungen ohne Ablaufkonzept.
</p><p>Manche Zuschauer glauben, Elemente <a href="Darstellende_Kunst" title="Darstellende Kunst">Darstellender Kunst</a>, des <a href="Zirkus" title="Zirkus">Zirkus</a>, des Entertainments oder experimenteller Musik in einer Performance zu erkennen, obwohl die Inspiration aus dem audiovisuellen Kontext der Bildenden Kunst, aus einer Beziehung zu <a href="Propaganda" title="Propaganda">Propaganda</a> und <a href="Agitation" title="Agitation">Agitation</a> (<a href="Dada" class="mw-redirect" title="Dada">Dada</a> und <a href="Neoismus" title="Neoismus">Neoismus</a>) oder aus performance-eigenen Konzepten kam. Andere Performances sind tatsächlich Darstellende Kunst oder Musik, beispielsweise die <a href="Klangkunst" title="Klangkunst">Musikperformances</a> in Tradition von <a href="John_Cage" title="John Cage">John Cage</a>.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die kunsthistorisch treffende Interpretation einer bedeutenden Performance kann daher ebenso komplex sein wie die Interpretation großer Werke in anderen Kunstsparten.
</p><p>Da eine Performance, wenn sie einmaliger Ausdruck einer künstlerischen Lebenssituation war, als gespielte Rolle wiederholt, eine Art Fälschung werden könnte, legen viele bekannte Performer und Performance-Gruppen Wert auf die mediale Dokumentation und Rezeption ihrer Performances im Kunstbetrieb. Dokumentationen in <a href="Videotechnik" title="Videotechnik">Videotechnik</a> oder Performances direkt als <a href="Videokunst" title="Videokunst">Videokunst</a> oder <a href="Filmkunst" class="mw-redirect" title="Filmkunst">Film</a> sowie Performance-<a href="Fotografie" title="Fotografie">Fotografie</a>, werden in Ausstellungen gezeigt und auf dem <a href="Kunstmarkt" title="Kunstmarkt">Kunstmarkt</a> gehandelt, manchmal ironisch oder provokativ als <a href="Reliquie" title="Reliquie">Reliquie</a> oder <a href="Souvenir" title="Souvenir">Souvenir</a>. Ebenso wird Performance meist durch angekündigte Veranstaltungen, Beschreibungen und <a href="Kunstkritik" title="Kunstkritik">Kritiken</a> in den Kunstbetrieb eingebettet.
</p><p>In der digitalisierten Mediengesellschaft stellen Performer wie <a href="Marina_Abramovi%C4%87" title="Marina Abramović">Marina Abramović</a> die Frage, ob Performance als <a href="Ephemere_K%C3%BCnste" class="mw-redirect" title="Ephemere Künste">ephemere Kunst</a> stärker auf Wiederholbarkeit ausgerichtet werden müsse, damit seit Beginn der Kunstform in Performances kodiertes kulturelles Wissen nicht verloren geht und nicht verfälscht und missbraucht werden kann.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ursprünge"><span id="Urspr.C3.BCnge"></span>Ursprünge</h2></div>
<p>Performance in der bildenden Kunst und Performance in der darstellenden Kunst sind unterschiedliche Konzepte, die sich in einem produktiven Spannungsverhältnis befinden.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Konzepte von Performance als bildender Kunst und von Performance in den darstellenden Künsten haben in diesen Kunstgattungen ihre jeweils eigene Entwicklung und Geschichte.
</p><p>Im europäischen Kunstkontext nehmen Bewegungen der künstlerischen <a href="Avantgarde" title="Avantgarde">Avantgarde</a> des 20. Jahrhunderts wie <a href="Futurismus" title="Futurismus">Futurismus</a> und <a href="Dadaismus" title="Dadaismus">Dadaismus</a> Elemente von Performance vorweg. Vorläufer von Performance in den 1950er Jahren sind unter künstlerischen Arbeiten im <a href="Neo-Dada" title="Neo-Dada">Neo-Dada</a> oder bei <a href="Gutai" class="mw-redirect" title="Gutai">Gutai</a>, einer japanischen Kunstrichtung, zu finden.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Wie Elisabeth Jappe in „Performance, Ritual, Prozess“ schreibt, ist Performance einerseits Prozesskunst, die sich aus <a href="Action_Painting" title="Action Painting">Action Painting</a> und Happening entwickelte. Andererseits steht die Kunstform in Beziehung zum <a href="Ritual" title="Ritual">Ritual</a> als einem grundlegenden Element menschlicher Kultur. Die künstlerische Auseinandersetzung mit Ritualen <a href="Schamanismus" title="Schamanismus">schamanistischer</a> Art, aber auch mit Ritualen europäisch oder anders geprägter Gesellschaften, ist untrennbar mit der Entstehung der Kunstform verbunden. Während Rituale jedoch durch möglichst unveränderte Wiederholung gekennzeichnet sind, war eines der prozessorientierten Elemente von Performance, dass sie nie wieder so ausgeführt werden sollte wie zuvor.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="1960er_Jahre">1960er Jahre</h2></div>

<p>In den 1960er Jahren entstehen aus einer kritischen Haltung gegenüber der Verwertung von Kunst im Kunstbetrieb und in der Gesellschaft vermehrt performanceartige Formen künstlerischer <a href="Arbeit_(Philosophie)#Zweck_und_Ziel_der_Arbeit" title="Arbeit (Philosophie)">Arbeit</a>, meist jedoch als Teil von Happenings, Musiktheater und Fluxusstücken. Unter dem Einfluss der <a href="68er-Bewegung" title="68er-Bewegung">68er-Bewegung</a> wurden einige Happenings und performance-ähnliche Aktionen politisch demonstrativ gestaltet. Vor den 1970er Jahren hatte der Begriff Performance künstlerisch jedoch nur im Englischen in der darstellenden Kunst eine Bedeutung.
</p><p>Als Vorläufer und Wegbereiter von Performance als eigener Richtung bildender Kunst (oder in „Visual Art“) können genannt werden: <a href="Simone_Forti" title="Simone Forti">Simone Forti</a>, <a href="Yves_Klein" title="Yves Klein">Yves Klein</a>, <a href="Yoko_Ono" title="Yoko Ono">Yoko Ono</a>, <a href="Allan_Kaprow" title="Allan Kaprow">Allan Kaprow</a>, <a href="Lil_Picard" title="Lil Picard">Lil Picard</a>, <a href="Carolee_Schneemann" title="Carolee Schneemann">Carolee Schneemann</a>, <a href="Joseph_Beuys" title="Joseph Beuys">Joseph Beuys</a>, <a href="Bazon_Brock" title="Bazon Brock">Bazon Brock</a>, <a href="Wolf_Vostell" title="Wolf Vostell">Wolf Vostell</a>, <a href="Nam_June_Paik" title="Nam June Paik">Nam June Paik</a>, <a href="Piero_Manzoni" title="Piero Manzoni">Piero Manzoni</a>, <a href="Valie_Export" title="Valie Export">Valie Export</a>, <a href="Yayoi_Kusama" title="Yayoi Kusama">Yayoi Kusama</a>, <a href="Al_Hansen" title="Al Hansen">Al Hansen</a><sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sowie für Langzeitperformances bspw. <a href="Tehching_Hsieh" title="Tehching Hsieh">Tehching Hsieh</a> und <a href="Linda_Montano" title="Linda Montano">Linda Montano</a>.
</p><p>Simone Fortis Stück <i>Huddle</i> (1961) wurde später als das bahnbrechende Stück für die Entwicklung der Performance angesehen.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im April 1961 präsentierte sie <i>Huddle</i> als Teil ihres Programms <i>An Evening of Dance Constructions</i> in Yoko Onos Loft in Manhattan.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <i>Huddle</i> entziehe sich noch immer einer vorschnellen Interpretation. Sie seien in einer Metaphern-freien Zone aufgetreten, weil Forti keine Bilder vorgegeben habe. Sie habe damit eine völlig neue Haltung in die Welt des Tanzes gebracht, erinnert sich Steve Paxton 2014: „Es war für Betrachter ein Schock, eine Bedeutung vorenthalten zu bekommen, mit der sie die Erfahrung eines solchen künstlerischen Projekts hätten einordnen können.“<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als sie 1960 mit den <i>Dance Constructions</i> anfing, habe sie diese Stücke noch nicht so genannt, schreibt Forti 2011. Sie entsprangen dem Bedürfnis, das eigene körperliche Unbehagen zu nutzen, um „etwas so Einfaches und Grundlegendes wie die Anziehungskraft zwischen der Masse meines Körpers und der Erde zu spüren, oder weil ich den Wunsch hatte, zu drücken, zu ziehen und zu klettern.“<sup id="cite_ref-Forti2011_13-0" class="reference"><a href="#cite_note-Forti2011-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Yoko Onos Concept-Art-Stück <i>Wall piece for orchestra</i> aus dem Jahr 1962, in dem sie begleitet von einem konventionellen Orchester kontinuierlich ihren Kopf auf den Bühnenboden schlug, würde heute als Performance gelten.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Allan Kaprow hatte mit dem Happening eine Kunstform entwickelt, die das Publikum zum Teilnehmer und Akteur eines Ereignisses machte. Prozessorientiertes Happening hatte großen Einfluss auf die spätere, teils konventioneller erscheinende Kunstform Performance, die vor Publikum, im Wesentlichen ohne dessen Beteiligung, ablief.
</p><p>Lil Picard begann ihre Serie von <i>Bed</i>-Performances ab 1964 im Alter von 65 Jahren. Ihre Performance <i>Construction-Destruction-Construction</i> in der Factory wurde von Warhol gefilmt und in seinem Underground Experimentalfilm „****“ (Four Stars) 1968 veröffentlicht. Es handelte sich um Performances im damals in New York üblichen Sinne der Vorführung eines künstlerischen Stückes, die starke Züge von Happening hatten, Stilelemente der späteren Performances der 1970er Jahre aber bereits vorwegnahmen. Ihre letzte Performance der <i>Bed</i>-Serie veranstaltete Picard 1981 mit 82 Jahren.
</p><p>Events und Happenings von Yayoi Kusama ab Mitte der 1960er Jahre können im Nachhinein teils als „Fotoperformance“ oder „Straßenperformance“ interpretiert werden.
</p><p>Performance-ähnliche Arbeiten von Joseph Beuys zeigen seine für spätere Performer weiterhin bedeutende <a href="Schamane" title="Schamane">schamanistische</a> Herangehensweise.
</p>
<table class="float-right infobox" style="border:2px solid #999999; float:right; margin:6px 0px 6px 15px; width:306px; text-align:center;" cellspacing="0" cellpadding="0">

<tbody><tr>
<td>
</td></tr>
<tr>
<th style="font-style:italic;">Der Sprung in die Leere
</th></tr>
<tr>
<td><span style="font-weight:bold;"><a href="Yves_Klein" title="Yves Klein">Yves Klein</a></span>,&nbsp;Oktober 1960
</td></tr>
<tr>
<td>Fotomontage von Harry Shunk
</td></tr>


<tr>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td>
<p><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.yvesklein.de/jump.html">Link zum Bild</a><br>(bitte Urheberrechte beachten)
</p>
</td></tr></tbody></table>
<p><i>Der Sprung in die Leere</i> (Le Saut Dans le Vide) von Yves Klein in der Rue Gentil-Bernard, Fontenay-aux-Roses, im Oktober 1960 war ein Vorläufer der späteren Foto- und Medienperformances (Foto Harry Shunk). Die fotografische Dokumentation spielt mit der Vorstellung, der Sprung habe tatsächlich so stattgefunden. Das Foto blendet jedoch umfangreiche Vorkehrungen aus, die Yves Klein und der Fotograf für diesen Eindruck benötigten. Der Sprung könnte als Performance gelten, deren Bühne ein Foto ist.
</p><p>Einen mit einem Vorhang versehenen offenen Karton vor die nackte Brust geschnallt, ging Valie Export 1968 in München auf die Straße. Eine Videokamera hält fest, wie vor allem Männer die Gelegenheit nutzten, um hineinzugreifen. Der Straßenaktion folgte 1969 eine Performance im Stadtkino München, die Formen von Performances der 1970er Jahre vorwegnimmt: <i>Aktionshose Genitalpanik</i>.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In den 1960ern und 1970ern waren Happening- und Performancekünstler wie Robert Whitman<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, eher interessiert, Abgrenzungen zwischen Kunstsparten und zwischen Kunst und Wissenschaft zu überwinden, als sie festzuschreiben. Whitman verbindet Elemente aus Happening, Performance und Theater.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wiener_Aktionisten">Wiener Aktionisten</h3></div>

<p>In den 1960er Jahren entstanden aktionistische Arbeitsformen, in denen Anteile von Happening, Theater, <a href="Body-Art" title="Body-Art">Body-Art</a> und späterer Performance erkennbar wurden. Die <a href="Wiener_Aktionismus" title="Wiener Aktionismus">Wiener Aktionisten</a> nehmen Elemente von Performance teils vorweg, ihre Arbeiten werden kunsthistorisch jedoch nicht als typische Performances im engeren Sinn betrachtet.
</p><p>Die Materialaktionen <a href="Otto_Muehl" title="Otto Muehl">Otto Muehls</a> grenzt er selbst von Happening und von Kunst überhaupt ab. Obwohl Muehl oft als Performancekünstler bezeichnet wird, ist nicht belegt, dass seine Aktionen und seine eigenen Aktionen in der Zeit seines therapeutischen Aktionstheaters in den 1970er Jahren als Performancekunst im engeren Sinne zu betrachten sind.
</p><p>Als Performance fast ausschließlich für das Medium Fotografie können erst im Nachhinein die sechs ästhetisch radikalen und einflussreichen Arbeiten des Wiener Aktionisten <a href="Rudolf_Schwarzkogler" title="Rudolf Schwarzkogler">Rudolf Schwarzkogler</a> zwischen Februar 1965 und Herbst 1966 beschrieben werden. Ähnlich wie Yves Klein beim <i>Sprung in die Leere</i> spielt Rudolf Schwarzkogler mit dem Eindruck der unmittelbaren Präsenz des Akteurs: Vermeintliche Selbstverletzungen und Selbstverstümmelungen sind für das Medium Fotografie inszeniert. Meist ist er selbst dabei nicht die zentrale Figur, sondern setzt jemand als Figur oder vermeintlich Erleidenden ein, dessen Identität im Foto nicht enthüllt wird.
</p><p>Rudolf Schwarzkogler starb 1969 nach einem Sturz aus dem Fenster. Um ihn und sein Werk entstanden zahlreiche Mythen und Fehlinterpretationen, meist im Zusammenhang mit Themen wie <a href="Kastration" title="Kastration">Kastration</a>, Selbstverstümmelung und Suizid.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine Kunstfigur, in der solche Mythen eine von Schwarzkogler abgekoppelte, unabhängige Existenz führen, ist der erfundene kanadische Performer John Fare.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Aktionen von <a href="G%C3%BCnter_Brus" title="Günter Brus">Günter Brus</a>, vom <i>Wiener Spaziergang</i> am 5. Juli 1965 bis zur <i>Zerreißprobe</i> 1970, zeigen Charakteristika, die später Bedeutung als Merkmale von Performancekunst bekommen. Seine körperbezogenen ästhetischen Grenzüberschreitungen sind, ähnlich denen Schwarzkoglers, prototypisch für Body-Art.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Aktionen und Performances von <a href="Wolfgang_Flatz" title="Wolfgang Flatz">Wolfgang Flatz</a>, erstmals 1974, dann bis in die 90er Jahre, sind keine direkten Weiterführungen des Wiener Aktionismus, setzen teils jedoch auf verwandter Basis <a href="Autoaggression" class="mw-redirect" title="Autoaggression">autoaggressive</a> Inszenierungen fort, wobei konzeptionelle Beziehungen zu Body-Art und <a href="Pop_Art" title="Pop Art">Pop Art</a> festzustellen sind. Flatz bezieht oft den <a href="Voyeurismus" title="Voyeurismus">Voyeurismus</a> und die körperliche Aggressivität des Publikums ein, dem er seinen Körper extrem ausliefert. Er riskierte bleibende Verletzungen ebenso in autoaggressiven Performances, in denen es keine Eingriffsmöglichkeiten für Publikum gab.
</p><p>Autoaggressiven Aktionen von Performern und Aktionisten werfen die Frage auf, inwieweit es künstlerisches Mittel sein kann, die körperliche Unversehrtheit scheinbar oder tatsächlich aufzugeben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="1970er_Jahre">1970er Jahre</h2></div>
<p>Wird Performance eng als bildende Kunst definiert, die visuelle Innovationen der Malerei und Bildhauerei um Dimensionen wie <a href="Handeln" title="Handeln">Handlung</a> und <a href="Zeit" title="Zeit">Zeit</a> erweitert, sind Happenings und Fluxusaktionen, die performanceähnliche Elemente enthalten, nur als Vorläufer zu betrachten. Nach dieser Auffassung (vgl. Jappe) entsteht Performance als eigene Kunstform erst Anfang der 1970er Jahre. Während es im Happening nur Mitwirkende geben sollte,<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> führen Performer ihre Arbeit den von sonstiger Teilnahme eher ausgeschlossenen Zuschauern unmittelbar oder über Medien vor.
</p><p>Einige Künstler, deren Arbeit bereits gegen Ende der 1950er Jahre in Richtung Aktionskunst tendierte, oder die in den 1960er Jahren Happenings veranstalteten, gingen Anfang der 1970er Jahre dazu über, ihre Kunst in der Form von Performance zu präsentieren. So begann <a href="Carolee_Schneemann" title="Carolee Schneemann">Carolee Schneemann</a>, die in den 1960er Jahren mit einer Gruppe von Künstlern eine eigene Form des Happenings, das „Kinetic Theater“ entwickelt hatte, mit Soloperformances, die den weiblichen Körper radikal und innovativ als künstlerisches Medium zeigten und Zuschauern Gelegenheit gaben, eigenes geschlechtsspezifisches Verhalten freudig zu reflektieren.<sup id="cite_ref-Almhofer_21-0" class="reference"><a href="#cite_note-Almhofer-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Gilbert_%26_George" title="Gilbert &amp; George">Gilbert &amp; George</a> wurden bekannt als „The Singing Sculpture“ (1970): Sie standen mit Goldfarbe bemalt auf einem Tisch oder Sockel, ließen das Lied „Underneath the Arches“ ablaufen und posierten mimisch oft für Stunden dazu. Viele andere Arbeiten führten Gilbert &amp; George mit ausdruckslosem Gesicht in zusammenpassenden Geschäftsanzügen aus. Sie lehnen es ab, ihre Aktionskunst von ihrem alltäglichen Leben zu trennen und definieren ihre gesamte Aktivität und sich selbst als lebende Skulptur („living sculpture“).
</p><p><a href="Joan_Jonas" title="Joan Jonas">Joan Jonas</a> brachte zwischen 1972 und 1976 das Medium <a href="Videokunst" title="Videokunst">Video</a> in Dialog mit Performance und erweiterte die formalästhetischen Grundlagen feministischer Video- und Performancekunst.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Für <a href="Bruce_Nauman" title="Bruce Nauman">Bruce Nauman</a> sind „Handeln“ und „Darstellen“ wie im englischen „to act“ eine Einheit. Er beschäftigte sich mit Routinen und Gewohnheiten, wie dem Auf- und Abgehen oder einer Handbewegung, die durch Wiederholung zu Performance mit theatralischem Charakter werden. Direkt inszeniert für Video rücken seine Performances in die Nähe medial vermittelten Theaters.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Neue Medien und öffentlicher Raum bestimmen den Performance-Begriff bei <a href="Jochen_Gerz" title="Jochen Gerz">Jochen Gerz</a>. In „Rufen bis zur Erschöpfung“ (1972) verwickelt er sich in einen Kampf mit dem Medium Video, in dem der Künstler (das „Original“) letztendlich der Entfremdung in der Reproduktion durch die Maschine unterliegt.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Andere Erweiterungen der Kunstrichtung gab es durch Marina Abramovic, <a href="Vito_Acconci" title="Vito Acconci">Vito Acconci</a> und <a href="Timm_Ulrichs" title="Timm Ulrichs">Timm Ulrichs</a>. Marina Abramovic bezieht in der Performance „Rhythm 10“ von 1973 die Verletzung ihres Körpers konzeptuell ein.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Stelarc" title="Stelarc">Stelarc</a> setzte sich ab 1970 in Performances mit dem Verhältnis Mensch und Maschine auseinander. Mark Paulines Survival Research Lab begann 1978 damit, Maschinen als Performer auftreten zu lassen.
</p><p>Eine Verbindung zwischen Performance-Kunst und Musikperformance entwickelte <a href="Laurie_Anderson" title="Laurie Anderson">Laurie Anderson</a>: „Laurie Anderson begann ihre Laufbahn als Performancekünstlerin irgendwo zwischen Body Art und autobiographischer Kunst (…).“ „Als klassisch ausgebildete Geigerin begann sie ihre Fähigkeiten 1974 in ‚Dusts on Ice‘ einzusetzen, einem Freiluftstück, (…), in dem ihr Spiel von Tonbandmusik begleitet wurde, während sie in Schlittschuhen auf einem schmelzenden Eisblock stand.“<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="1980er_Jahre">1980er Jahre</h2></div>
<p>Für die zugrunde liegende Außenseiterposition wurden auf spielerische und ironische Weise selbst Vorbilder aus der Frühzeit europäischer Kulturgeschichte herangezogen. Zunehmend bis in die 1990er Jahre sind aus der darstellenden Kunst beeinflusste Performer nicht mehr Träger existentieller Versuchsanordnungen, sondern behandeln ihre künstlerischen Themen so oder ähnlich aus spielerischer Distanz. Hierfür ebenfalls beispielhaft: <a href="Paul_McCarthy" title="Paul McCarthy">Paul McCarthy</a> (siehe „Painter“<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>), Pat Oleszko und <a href="Forced_Entertainment" title="Forced Entertainment">Forced Entertainment</a>.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Aus Impulsen des Punk entstehen in Europa gleichzeitig Formen der Performance, die in der Maske einer „Musikband“ wie <a href="Die_T%C3%B6dliche_Doris" title="Die Tödliche Doris">Die Tödliche Doris</a>, <a href="%C3%89tant_donn%C3%A9s_(K%C3%BCnstlerduo)" title="Étant donnés (Künstlerduo)">Etant Donnés</a> oder <a href="Minus_Delta_t" title="Minus Delta t">Minus Delta t</a> sichtbar werden.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1984 in Chicago begann der amerikanische Performance-Poet <a href="Marc_Smith" title="Marc Smith">Marc Kelly Smith</a> mit <a href="Poetry_Slam" class="mw-redirect" title="Poetry Slam">Poetry Slam</a>. Dabei ist zur Vermittlung eigener literarischer Texte an das Publikum alles erlaubt, was Stimme und Körper möglich ist. Darüber hinaus steht es den Teilnehmenden frei, diejenigen Gegenstände auf der Bühne zu nutzen, die allen anderen Teilnehmenden ebenso zur Verfügung stehen. Die Auftritte enthalten oft Elemente von Performance, darstellender- oder bildender Kunst.
</p><p>Ausgenommen Polen und Jugoslawien, wurde Performance, bis zum Niedergang des <a href="Ostblock" title="Ostblock">Ostblocks</a> in den späten 1980er Jahren, von den meisten kommunistischen Regierungen nicht geduldet. Wo unabhängige öffentliche Veranstaltungen als Gefahr galten, wie in der DDR, der Tschechoslowakei, Ungarn und den baltischen Ländern, gab es Performance nur in Wohnungen oder bei scheinbar spontanen Versammlungen in Künstlerateliers, oder als kirchlich geschützte Veranstaltung, oder getarnt, beispielsweise als Foto-Shooting. Isoliert vom westlichen konzeptionellen Rahmen konnte Performance unter verschiedenen Bedingungen wie ein spielerischer Protest oder wie ein bitterer Kommentar verstanden werden. Oft enthielten Performances subversive Botschaften an das Publikum, aber sie galten ohnehin als Ausdruck von Dissens mit der politischen Situation.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="1990er_Jahre">1990er Jahre</h2></div>
<p>Während sich der Ostblock auflöste, wurden das unterdrückte Werk von Performance-Künstlern wie György Galántai in Ungarn, oder der Collective Action Group in Russland bekannter. Junge Künstler im ehemaligen Ostblock, einschließlich Russland, produzierten nun eine Flut von Performances. Performance setzte sich etwa zur gleichen Zeit als neue Kunstform in Kuba, der Karibik und in China durch. Chinesische Künstler wie <a href="Zhang_Huan" title="Zhang Huan">Zhang Huan</a> waren in den späten 1980er Jahren noch Performer im Untergrund des kommunistischen China. Anfang der 1990er Jahre wurden ihre Performances Ereignisse der internationalen Kunstszene.<sup id="cite_ref-Montano.479,1_31-0" class="reference"><a href="#cite_note-Montano.479,1-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„In diesen Umgebungen wurde Performance zu einer kritischen neuen Stimme mit einer sozialen Kraft, ähnlich der, die sie in Westeuropa, den USA und Südamerika in den 1960er und frühen 1970er Jahren hatte. Es sollte betont werden, dass der Ausbruch an Performance-Kunst in den 1990er Jahren in Osteuropa, China, Südafrika, Kuba und anderswo niemals als sekundäres Ereignis oder als Imitation der Kunst des Westens betrachtet werden sollte.“<sup id="cite_ref-Montano.479,2_32-0" class="reference"><a href="#cite_note-Montano.479,2-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>In der westlichen Welt, in den 1990er Jahren, wurde Performance als komplette Kunstform Thema für die Museen. So wurden sogar anspruchsvolle Performances in der Rückschau ein Teil des kulturellen Mainstreams.<sup id="cite_ref-Brill_33-0" class="reference"><a href="#cite_note-Brill-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="21._Jahrhundert">21. Jahrhundert</h2></div>
<p>Seit den Fotoperformances von Yves Klein und Rudolf Schwarzkogler und den Videoperformances von Joan Jonas ist Performance ein vitaler Bereich der <a href="Medienkunst" title="Medienkunst">Medienkunst</a>. Die Kuratorin und Kunstkritikerin <a href="Christiane_Paul_(Kuratorin)" title="Christiane Paul (Kuratorin)">Christiane Paul</a> zeigte 2003, in <i>Digital Art</i>, dass unterschieden werden kann, wie eine künstlerische Arbeit medial erscheint: Es gibt einerseits die unabhängige künstlerische Arbeit, die zusätzlich in diesem oder jenem Medium dokumentiert wird, oder die ein Medium nutzt, ohne das medieneigene Potential zu untersuchen, andererseits die künstlerische Arbeit im Sinne medialer Kunst, die das Medium als Bühne begreift, oder weitergehend, das Medium selbst ausschöpft und so zum künstlerisch reflektierten Gegenstand werden lässt.
</p><p>Performance, die das Medium Video oder andere Medien als Bühne begreift, ist bis heute eine vitale Kunstform, etwa in den Videoperformances von <a href="Alex_Bag" title="Alex Bag">Alex Bag</a> und <a href="Alex_McQuilkin" title="Alex McQuilkin">Alex McQuilkin</a>. Im Sinne medialer Kunst entwickelt Performance und Aktionskunst im Bereich <a href="Neue_Medien" title="Neue Medien">Neuen Medien</a> und <a href="Digitale_Kunst" title="Digitale Kunst">Digitale Kunst</a> neue Formen, wie etwa medienübergreifende komplexe Aktionen, Aktionen im Internet und Performances in und mit <a href="Virtuelle_Welt" title="Virtuelle Welt">virtuellen Welten</a>.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>2005 zeigte Marina Abramovic im <a href="Solomon_R._Guggenheim_Museum" title="Solomon R. Guggenheim Museum">Solomon R. Guggenheim Museum</a> eine Performanceserie „Seven Easy Pieces“. Von den sieben Performances waren fünf Wiederholungen wegweisender Performances von Künstlerkollegen aus den 1960er und 1970er Jahren: Joseph Beuys 1965, <i>Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt</i>; Valie Export 1969, <i>Aktionshose Genitalpanik</i>; Gina Pane 1973, <i>The Conditioning</i>; Vito Acconci 1973, <i>Seedbed</i>; Bruce Nauman 1974, <i>Body Pressure</i>. Die Frage nach der Wiederholbarkeit ephemerer Kunst wurde damit neu formuliert und der Wert historischer Performances und ihrer Dokumentationen bewusster.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<p>Während der Retrospektive ihrer Arbeiten 2010 im <a href="Museum_of_Modern_Art" title="Museum of Modern Art">Museum of Modern Art</a> (MoMa) saß Marina Abramovic während der Öffnungszeit für ihre stille Performance „The Artist is Present“ („Die Künstlerin ist anwesend“) insgesamt 721 Stunden im Lichthof des Museums an einem Tisch. Zuschauer konnten einzeln ihr gegenüber am Tisch Platz nehmen. Ein Teil der Retrospektive waren Wiederholungen ihrer eigenen Performances durch sogenannte Reperformer.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die institutionelle Zuwendung zur Performance hat Debatten über die Möglichkeit der Dokumentation und des Sammelns dieser ephemeren Kunstform ausgelöst. Ab 2012 war dabei zunächst das TATE-Projekt Collecting the Performative wegweisend. Vor dem Hintergrund der Institutionalisierung von Performance stellten weiters die Brüsseler Initiative A Performance Affair<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und das Londoner Format Performance Exchange<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die Frage nach der Sammelbarkeit von Performance-Arbeiten.
</p>

<p>Derzeit aktive Gruppen der <a href="Aktionskunst#Politische_Kunst" title="Aktionskunst">politischen Aktionskunst</a> sind bspw. <a href="Pussy_Riot" title="Pussy Riot">Pussy Riot</a> oder das <a href="Zentrum_f%C3%BCr_politische_Sch%C3%B6nheit" class="mw-redirect" title="Zentrum für politische Schönheit">Zentrum für politische Schönheit</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Im_deutschsprachigen_Raum">Im deutschsprachigen Raum</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kunstszenen">Kunstszenen</h3></div>

<p>Für Performance bedeutende Kunstszenen gibt es in Berlin, Wien, Hamburg, Basel und Köln. In Köln gab es bereits in den 1960er Jahren performanceähnliche Aktionen international bekannter Künstler, beispielsweise von Nam June Paik, 1961.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seit 1981 bot die Moltkerei Werkstatt<sup id="cite_ref-MoltkereiWerkstatt_41-0" class="reference"><a href="#cite_note-MoltkereiWerkstatt-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Moltkerei_42-0" class="reference"><a href="#cite_note-Moltkerei-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> einen ständigen Ort für Performances. Al Hansen, bekannt durch die Performance <i>Yoko One Piano Drop</i>, gründete 1987 die Ultimate Akademie<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in Köln, in deren Lehrprogramm Performance zum Standard gehörte. 1990 begann die „<a href="Art_Service_Association" title="Art Service Association">Art Service Association</a> ASA European“ mit der Realisation der von <a href="Boris_Nieslony" title="Boris Nieslony">Boris Nieslony</a> eingeführten Idee der Performance Konferenzen.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 15 Konferenzen fanden bis 2007 an folgenden Orten statt (Stand 2007): Köln, Frankfurt, Hamburg, Berlin, Mannheim, Essen, Glarus (Schweiz), Bangkok (Thailand), Ho Chi Minh City (Vietnam) und Bedulu (Bali). Anhand der dokumentierten Konferenzen lässt sich die Entwicklung und Vernetzung eines Zweiges der europäischen Performance-Szene mit der internationalen, vorwiegend in asiatischen Ländern verfolgen. Mit The Non-fungible Body? reflektiert das österreichische Museum OÖLKG im <a href="Offenes_Kulturhaus_Ober%C3%B6sterreich" title="Offenes Kulturhaus Oberösterreich">OK</a> die jüngsten Entwicklungen der Institutionalisierung von Performance durch ein diskursives Festivalformat, das erstmals im Juni 2022 stattfand.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Performancegruppen">Performancegruppen</h3></div>
<p>Zu den Performancegruppen mit Beziehung zum deutschsprachigen Raum zählt Black Market International, eine internationale Gruppe von Performancekünstlern, die ab 1985 zusammenarbeitete und bis mindestens 2005 in wechselnder Besetzung auftrat.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <a href="Anarchistische_GummiZelle" title="Anarchistische GummiZelle">Anarchistische GummiZelle</a> (AGZ), eine Performancegruppe, die vorwiegend in den 1980er Jahren aktiv war, tritt seit 2002 wieder auf.
Der Performancekünstler <a href="Wolfgang_M%C3%BCller_(K%C3%BCnstler)" title="Wolfgang Müller (Künstler)">Wolfgang Müller</a> ließ 1998 Text und Musik der LP No.1 (1981) seiner Gruppe „Die Tödliche Doris“ (s. o.), durch zwei Gebärdensprachdolmetscher in Gebärden, Gesten und Körperinteraktionen umwandeln (im <a href="Prater_(Berlin)" title="Prater (Berlin)">Prater</a> der <a href="Volksb%C3%BChne_Berlin" class="mw-redirect" title="Volksbühne Berlin">Volksbühne Berlin</a>).<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Resultat, Gehörlose Musik,<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wurde 2007 in einem Berliner Gehörlosenzentrum und einer britischen Galerie vorgestellt.<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Performancekünstlerin <a href="Lena_Braun" title="Lena Braun">Lena Braun</a> gründete 1992 die <a href="Queen_Barbie_Loge" title="Queen Barbie Loge">Queen Barbie Loge</a> für Künstlerinnen, die u.&nbsp;a. auch mit
Performances in Erscheinung trat: 2008 performte Braun in Berlin und Wien die „Auferstehung und Einverleibung“ von einer der Gespielinnen Anita Berbers in den 1920er Jahren.<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ab Mitte der 1990er Jahre gründeten sich mehrere Gruppen, die ähnlich der britischen <a href="Forced_Entertainment" title="Forced Entertainment">Forced-Entertainment</a>-Gruppe die Elemente Bildender und Darstellender Kunst, beziehungsweise künstlerischer Performance und Theater, künstlerisch integrieren und erforschen. Bekannt im deutschsprachigen Raum sind unter anderem <a href="Showcase_Beat_Le_Mot" title="Showcase Beat Le Mot">Showcase Beat Le Mot</a>, <a href="Gob_Squad" title="Gob Squad">Gob Squad</a>, <a href="She_She_Pop" title="She She Pop">She She Pop</a>, <a href="SIGNA" class="mw-redirect" title="SIGNA">SIGNA</a>, Monster Truck und <a href="Rimini_Protokoll" title="Rimini Protokoll">Rimini Protokoll</a>. Mit einer Betonung auf dem Medium Musik arbeiten die beiden Gruppen <a href="Caracho" title="Caracho">Caracho</a> und <a href="HGich.T" title="HGich.T">HGich.T</a>.
</p><p>Die Kunst- und Theoriegruppe <a href="Monochrom_(Gruppe)" title="Monochrom (Gruppe)">monochrom</a> ist für ihre Arbeit im Bereich Performance bekannt, etwa <a href="Eignblunzn" title="Eignblunzn">Eignblunzn</a>, <a href="Buried_Alive_(Performance)" title="Buried Alive (Performance)">Buried Alive</a>, aber auch Projekte wie <a href="Georg_Paul_Thomann" title="Georg Paul Thomann">Georg Paul Thomann</a> und <a href="Sowjet-Unterz%C3%B6gersdorf" title="Sowjet-Unterzögersdorf">Sowjet-Unterzögersdorf</a> tragen stark performative Züge, die die Gruppe <i>Context Hacks</i> nennt.
</p><p>Ebenso übernahm das zeitgenössische <a href="Tanztheater" title="Tanztheater">Tanztheater</a> Anregungen aus den Performances bildender Künstler.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Performancekünstler"><span id="Performancek.C3.BCnstler"></span>Performancekünstler</h3></div>
<p>Zu den international bekannten Performern mit Beziehung zum deutschsprachigen Raum zählen Al Hansen, <a href="Nan_Hoover" title="Nan Hoover">Nan Hoover</a> und Nam June Paik.
</p><p>Als deutschsprachige Künstlerinnen, die Performance als Kunstrichtung prägten, können genannt werden: Joseph Beuys, <a href="Lena_Braun" title="Lena Braun">Lena Braun</a>, <a href="Valie_Export" title="Valie Export">VALIE EXPORT</a>, <a href="J%C3%BCrgen_Klauke" title="Jürgen Klauke">Jürgen Klauke</a>, <a href="Ulrike_Rosenbach" title="Ulrike Rosenbach">Ulrike Rosenbach</a>, <a href="Christoph_Schlingensief" title="Christoph Schlingensief">Christoph Schlingensief</a>, <a href="Helmut_Schober" title="Helmut Schober">Helmut Schober</a>.
</p><p>Die bekanntesten Künstler einer permanenten Performance (1991–2025) waren <a href="Eva_%26_Adele" title="Eva &amp; Adele">Eva &amp; Adele</a>.
</p><p>Nam June Paik arbeitete von 1958 bis 1961 im Kölner Studio für elektronische Musik des Westdeutschen Rundfunks (WDR) mit dem Komponisten <a href="Karlheinz_Stockhausen" title="Karlheinz Stockhausen">Karlheinz Stockhausen</a> zusammen. Paik gehört zu den ersten Künstlern, die in Deutschland performanceähnliche Auftritte hatten und war ab 1979 bis Mitte der 1990er Jahre Professor an der <a href="Kunstakademie_D%C3%BCsseldorf" title="Kunstakademie Düsseldorf">Kunstakademie Düsseldorf</a>, lebte hauptsächlich jedoch in den USA.
</p><p>Nan Hoover ist wie Nam June Paik ein Videopionier. Sie zeigte ihre erste Lichtperformance 1976 in Berlin und lebte und arbeitete danach verstärkt in Deutschland.<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In ihrem Werk sind Video und Performance teils untrennbar verbunden. Charakteristisch für die strengen und kontemplativen Performances sind Linien als Umriss eines Körpers und die konzentrierte und langsame Bewegung der Performerin vor einem Video oder in einer minimalistischen Licht/Schatten Projektion.<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In Christoph Schlingensiefs Aktionen und Auftritten in eigenen Theaterproduktionen, bei öffentlichen Anlässen und in Fernsehsendungen seit 1998 haben Ansätze und Methoden des Mediums Performance die möglicherweise breiteste Wirkung im deutschen Raum seit Joseph Beuys erfahren. Bei Schlingensiefs Aktionen sollte die überspitzte Selbstdarstellung das <a href="Epizentrum" title="Epizentrum">Epizentrum</a> eines aus dem Theater ausbrechenden gesellschaftlichen Prozesses sein (vergleiche: <a href="Ausl%C3%A4nder_raus!_Schlingensiefs_Container" title="Ausländer raus! Schlingensiefs Container">Ausländer raus! Schlingensiefs Container</a>, <a href="Church_of_Fear" title="Church of Fear">Church of Fear</a>). Umgekehrt entwickelten bildende Künstler wie <a href="Jonathan_Meese" title="Jonathan Meese">Jonathan Meese</a> und <a href="John_Bock" title="John Bock">John Bock</a> ihre Bild- und Text bezogenen Performances als theaterähnliche Auftritte: z.&nbsp;B. Bocks „Medusa“ (2006 im Magazin der <a href="Staatsoper_Unter_den_Linden" title="Staatsoper Unter den Linden">Staatsoper Unter den Linden</a>, Berlin) oder Meeses Beteiligung als Performer und Bühnenbildner für <a href="Frank_Castorf" title="Frank Castorf">Frank Castorfs</a> Inszenierung von <a href="Richard_Wagner" title="Richard Wagner">Richard Wagners</a> <i><a href="Die_Meistersinger_von_N%C3%BCrnberg" title="Die Meistersinger von Nürnberg">Die Meistersinger von Nürnberg</a></i> (2006).
</p><p>Die Berliner Performancekünstlerin <a href="Lena_Braun" title="Lena Braun">Lena Braun</a> hat in ihrer künstlerischen Laufbahn immer wieder entscheidende Szenen aus den Biographien berühmter Künstlerinnen wie <a href="Anita_Berber" title="Anita Berber">Anita Berber</a>, <a href="Djuna_Barnes" title="Djuna Barnes">Djuna Barnes</a> oder <a href="Angelika_Kauffmann" title="Angelika Kauffmann">Angelika Kauffmann</a> reinszeniert bzw. performt. Fotoaufnahmen dieser Performances machte sie zur Grundlage von Unikatdrucken und Collagen, die international ausgestellt wurden, zuletzt 2020 in den USA.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Studiengänge_und_Fortbildungen"><span id="Studieng.C3.A4nge_und_Fortbildungen"></span>Studiengänge und Fortbildungen</h3></div>
<p>Mittlerweile bieten einige Hochschulen Performance-Studiengänge an, die sich oft auf Musik und Gesang fokussieren. Eine eher interdisziplinäre Ausrichtung hat die Qualifizierung Performance Art der <i>Akademie OFF-Theater nrw</i> mit Lehrangeboten der Bereiche Tanz, Theater, Bildender Kunst, Musik und Medien. An der <a href="Akademie_der_bildenden_K%C3%BCnste_Wien" title="Akademie der bildenden Künste Wien">Akademie der bildenden Künste in Wien</a> kann man innerhalb des Fachbereiches <i>Kunst und Zeit</i> Performance studieren.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ebenso in Wien an der <a href="Universit%C3%A4t_f%C3%BCr_angewandte_Kunst_Wien" title="Universität für angewandte Kunst Wien">Universität für angewandte Kunst</a> steht das Angewandte Performance Lab (APL) allen Studierenden offen.<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Institutionen">Institutionen</h2></div>
<p>International bedeutende Orte für experimentelle Kunst, an denen Aufführungen von Live Art oder Performance Art zum Programm gehören:
</p>
<ul><li>ICA – <a href="Institute_of_Contemporary_Arts" title="Institute of Contemporary Arts">Institute of Contemporary Arts</a>, London, UK, gegründet 1949</li>
<li>Tate Modern, London, UK, gegründet 2000</li>
<li>Western Front, Vancouver, British Columbia, Kanada, gegründet 1973<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="De_Appel" title="De Appel">De Appel</a>, Kunstzentrum in Amsterdam, Niederlande, gegründet 1975</li>
<li>Franklin Furnace Archiv (heute Franklin Furnace Foundation<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) New York, NY, gegründet 1975</li>
<li>The Kitchen, New York, NY, gegründet 1971</li>
<li>FADO Performance Art Centre in Toronto, Kanada<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> gegründet 1993</li>
<li>Moltkerei Werkstatt<sup id="cite_ref-Moltkerei_42-1" class="reference"><a href="#cite_note-Moltkerei-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, Köln, Deutschland, gegründet 1981</li>
<li><a href="Offenes_Kulturhaus_Ober%C3%B6sterreich" title="Offenes Kulturhaus Oberösterreich">OK Offenes Kulturhaus</a> in Linz, Österreich, gegründet 1992</li>
<li><a href="Kunstraum_Niederoesterreich" title="Kunstraum Niederoesterreich">Kunstraum Niederoesterreich</a> in Wien, vergibt jährlich den <i>H13 Niederoesterreich Preis für Performance,</i> gegründet 2005</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Lisa Beißwanger: <i>Performance on Display. Zur Geschichte lebendiger Kunst im Museum.</i> Deutscher Kunstverlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-422-98448-6.</li>
<li>Manfred Blohm, Elke Mark (Hrsg.): <i>Formen der Wissensgenerierung. Pracites in Performance Art.</i> Athena, Oberhausen 2015, ISBN 978-3-89896-611-5.</li>
<li>Marvin Carlson: <i>Performance: A Critical Introduction</i>. Routledge, London / New York 1996, ISBN 0-415-13703-9.</li>
<li>Thomas Dreher: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00041413_00001.html?leftTab=vector"><i>Performance Art nach 1945. Aktionstheater und Intermedia.</i></a> Wilhelm Fink, München 2001, ISBN 3-7705-3452-2.</li>
<li><a href="Erika_Fischer-Lichte" title="Erika Fischer-Lichte">Erika Fischer-Lichte</a>: <i>Ästhetik des Performativen</i>. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-518-12373-4.</li>
<li>RoseLee Goldberg: <i>Performance: Live Art to the Present.</i> London 1979.
<ul><li>Erweiterte Neuauflage: <i>Performance Art from Futurism to the Present.</i> Penguin, London 1988, ISBN 0-500-20214-1.</li></ul></li>
<li>Hanna Heinrich: <i>Ästhetik der Autonomie. Philosophie der Performance-Kunst</i>. Transcript, Bielefeld, 2020, ISBN 978-3-8376-5214-7.</li>
<li>Christian Janecke (Hrsg.): <i>Performance</i> und <i>Bild. Performance</i> als <i>Bild</i>. PHILO &amp; PhiloFineArts, Hamburg 2004, ISBN 3-86572-621-6.</li>
<li>Elisabeth Jappe: <i>Performance. Ritual. Prozeß. Handbuch der Aktionskunst in Europa</i>. Prestel, München / New York 1993.</li>
<li>Amelia Jones, Adrian Heathfield (Hrsg.): <i>Perform, Repeat, Record. Live Art in History</i>. Intellect, Bristol 2012, ISBN 978-1-84150-489-6.</li>
<li><a href="Gabriele_Klein_(Sozialwissenschaftlerin)" title="Gabriele Klein (Sozialwissenschaftlerin)">Gabriele Klein</a>, Wolfgang Sting (Hrsg.): <i>Performance: Positionen zur zeitgenössischen szenischen Kunst.</i> transkript, Bielefeld 2005, ISBN 3-89942-379-8.</li>
<li><a href="Kunstforum_International" title="Kunstforum International">Kunstforum International</a>: <i>Performance und Performance Art.</i> Band 96/1988</li>
<li>Denis Leifeld: <i>Performances zur Sprache bringen. Zur Aufführungsanalyse von Performern in Theater und Kunst.</i> transcript, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-8376-2805-0.</li>
<li>Wolf-Andreas Liebert, Kristin Westphal (Hrsg.): <i>Performances der Selbstermächtigung.</i> Athena, Oberhausen 2015, ISBN 978-3-89896-541-5.</li>
<li><a href="Gertrud_Meyer-Denkmann" title="Gertrud Meyer-Denkmann">Gertrud Meyer-Denkmann</a>: <i>Performance Art von Frauen – eine feministische Kunst?</i> In: <a href="Freia_Hoffmann" title="Freia Hoffmann">Freia Hoffmann</a>, <a href="Eva_Rieger" title="Eva Rieger">Eva Rieger</a> (Hrsg.): <i>Von der Spielfrau zur Performance-Künstlerin. Auf der Suche nach einer Musikgeschichte der Frauen</i>. Frau und Musik, IAK, Schriftenreihe Bd. 2, S. 159–173. Furore -Edition 859, Kassel 1992, ISBN 3-927327-11-5.</li>
<li>Peggy Phelan: <i>Unmarked. The Politics of Performance.</i> Routledge, London 1993, ISBN 978-0-415-06822-2.</li>
<li>Paul Schimmel: <i>Out of actions. Aktionismus, Body Art &amp; Performance 1949–1979.</i> Deutsche Ausgabe des Kataloges zur gleichnamigen Ausstellung in Los Angeles und im Museum für Angewandte Kunst, Wien. Cantz Verlag, Ostfildern 1998, ISBN 3-89322-956-6.</li>
<li><a href="Kristin_Westphal" title="Kristin Westphal">Kristin Westphal</a> (Hrsg.): <i>Räume der Unterbrechung. Theater | Performance | Pädagogik.</i> Athena, Oberhausen 2012, ISBN 978-3-89896-495-1.</li>
<li><i>Beuys Brock Vostell. Aktion Demonstration Partizpation 1949–1983</i>. ZKM – Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Hatje Cantz, Karlsruhe, 2014, ISBN 978-3-7757-3864-4.<sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Aktuelle_Projekte_international">Aktuelle Projekte international</h2></div>
<ul><li>Action Script: Symposion on Performance Art Practice and Documentation in Asia 2010</li>
<li>Moments: Eine Geschichte der Performance in 10 Akten ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie: Museum für Neue Kunst Karlsruhe 2012</li>
<li>The Non-fungible Body? Performance Festival und digitale Ausstellung, OÖLKG im OK Linz 2022</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Performance_art?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Performance</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;query=4173750-7">Literatur von und über Performance</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://dreher.netzliteratur.net/2_Performance_Kunst_Titel.html">Thomas Dreher</a>: Intermedia Art: Performance Art</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.theaterforschung.de/rezension.php4?ID=165">Martine Dennewald: <i>Performance: Positionen zur zeitgenössischen szenischen Kunst</i>. Rezension zu Gabriele Klein: <i>Performance.</i></a></li>
<li><a href="Marina_Linares" title="Marina Linares">Marina Linares</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://edoc.hu-berlin.de/kunsttexte/2014-4/linares-marina-4/PDF/linares.pdf"><i>Performance – an den Grenzen der Bildlichkeit</i></a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ff1971.ch/showcase/was/performancekunst">Performancekunst</a> bei <a rel="nofollow" class="external text" href="https://ff1971.ch/">F+F 1971</a>, online Archiv-Ausstellung zur Geschichte der F+F Schule Zürich</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
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<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Marvin Carlson: <i>Performance.</i> S. 103,2–105,1.</span>
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<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Marvin Carlson: <i>Performance.</i> S. 1, 2.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Isabell_Lorey" title="Isabell Lorey">Isabell Lorey</a>: <i>Performative Arbeit und die öffentliche Bühne der Virtuosität.</i> In: <i>Kunst und Arbeit.</i> (Hrsg. Anja Lemke und Alexander Weinstock); Verlag Wilhelm Fink, Paderborn 2014, ISBN 978-3-7705-5715-8, S.&nbsp;251 ff.</span>
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<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://artforum.com/video/id=20326&amp;mode=large"><i>John Cage performing Water Walk on game show in 1960.</i></a> In: <i>Artforum.</i> Artforum,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 14.&nbsp;Dezember 2008</span> (englisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3APerformance+%28Kunst%29&amp;rft.title=John+Cage+performing+Water+Walk+on+game+show+in+1960&amp;rft.description=John+Cage+performing+Water+Walk+on+game+show+in+1960&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Fartforum.com%2Fvideo%2Fid%3D20326%26mode%3Dlarge&amp;rft.publisher=Artforum&amp;rft.language=en">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://archiv.fridericianum-kassel.de/ausst/ausst-abramovic.html"><i>Seven Easy Pieces.</i></a> Kunsthalle Fridericianum,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 1.&nbsp;April 2012</span>: „Woher stammt der Wunsch, historische Performances erneut aufzuführen? Wie werden Bedeutung und Erfahrung durch die Wiederholung einer Performance neu vermittelt? Kann man dann noch von einer ‚originären’ Performance sprechen?“</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3APerformance+%28Kunst%29&amp;rft.title=Seven+Easy+Pieces&amp;rft.description=Seven+Easy+Pieces&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Farchiv.fridericianum-kassel.de%2Fausst%2Fausst-abramovic.html&amp;rft.publisher=Kunsthalle+Fridericianum">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Marvin Carlson: <i>Performance.</i> S. 105,2ff.</span>
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<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.tate.org.uk/art/art-terms/g/gutai"><i>Tate | Glossary | Gutai.</i></a> In: <i>Tate Collection.</i> Tate Britain,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 24.&nbsp;Januar 2022</span> (englisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3APerformance+%28Kunst%29&amp;rft.title=Tate+%26%23124%3B+Glossary+%26%23124%3B+Gutai&amp;rft.description=Tate+%26%23124%3B+Glossary+%26%23124%3B+Gutai&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.tate.org.uk%2Fart%2Fart-terms%2Fg%2Fgutai&amp;rft.publisher=Tate+Britain&amp;rft.language=en">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://magazin.wienmuseum.at/valie-export-und-ihre-performancekunst"><i>VALIE EXPORT und ihre Performancekunst.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 6.&nbsp;März 2025</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3APerformance+%28Kunst%29&amp;rft.title=VALIE+EXPORT+und+ihre+Performancekunst&amp;rft.description=VALIE+EXPORT+und+ihre+Performancekunst&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fmagazin.wienmuseum.at%2Fvalie-export-und-ihre-performancekunst&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Robert Whitman: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.medienkunstnetz.de/artist/whitman/biography/"><i>Media Art Net.</i></a> In: <i>Medien Kunst Netz.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 12.&nbsp;Oktober 2008</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3APerformance+%28Kunst%29&amp;rft.title=Media+Art+Net&amp;rft.description=Media+Art+Net&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.medienkunstnetz.de%2Fartist%2Fwhitman%2Fbiography%2F&amp;rft.creator=Robert+Whitman">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Philip Wincolmlee Barnes: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
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</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20140107092705/http://reconstruction.eserver.org/023/barnes.htm">The Mind Museum: Rudolf Schwarzkogler and the Vienna Actionists</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 7. Januar 2014 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) (reconstruction.eserver.org)</span>
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.mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-position:center right!important;background-repeat:no-repeat!important}body.skin-minerva .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-image:url("./_mw_/OOjs_UI_icon_external-link-ltr-progressive.svg")!important;background-size:10px!important;padding-right:13px!important}body.skin-timeless .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a,body.skin-monobook .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-image:url("./_mw_/MediaWiki_external_link_icon.svg")!important;padding-right:13px!important}body.skin-vector .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-image:url("./_mw_/Link.ernal-small-ltr-progressive.svg")!important;background-size:0.857em!important;padding-right:1em!important}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.datum.at%2Fartikel%2Fdas-denken-ist-ein-unfall%2F">Original</a></span> am <span style="white-space:nowrap;">7.&nbsp;Januar 2014</span><span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 6.&nbsp;November 2008</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3APerformance+%28Kunst%29&amp;rft.title=Das+Denken+ist+ein+Unfall&amp;rft.description=Das+Denken+ist+ein+Unfall&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20140107101324%2Fhttp%3A%2F%2Fwww.datum.at%2Fartikel%2Fdas-denken-ist-ein-unfall%2F&amp;rft.creator=E.+Znaymer&amp;rft.publisher=Datum&amp;rft.source=http://www.datum.at/artikel/das-denken-ist-ein-unfall/">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Paul McCarthy: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=ozubKHdprMI&amp;feature=related"><i>Painter (preview).</i></a> In: <i>YouTube.</i> 31.&nbsp;März 2007,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 4.&nbsp;Februar 2009</span> (Video).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3APerformance+%28Kunst%29&amp;rft.title=Painter+%28preview%29&amp;rft.description=Painter+%28preview%29&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DozubKHdprMI%26feature%3Drelated&amp;rft.creator=Paul+McCarthy&amp;rft.date=2007-03-31">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Forced_Entertainment" title="Forced Entertainment">Forced Entertainment</a>&nbsp;: „Im Gegensatz zu klassischen Langzeit-Performances wie I like America and America likes me (Joseph Beuys, 1974) oder Relation in Time (Marina Abramovic und Ulay, 1977) werden bei diesen wie auch den zeitlich auf einen überschaubaren Rahmen begrenzten Aufführungen die Performer weniger zu Trägern existenzieller Versuchsanordnungen, sondern bewahren sich gegenüber den Versuchsanordnungen der jeweiligen Performance stets eine von Humor und Überlegenheit geprägte spielerische Distanz.“</span>
</li>
<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text">Diese Bands treten im „Performance-Block“ von Kuratorin <a href="Elisabeth_Jappe" title="Elisabeth Jappe">Elisabeth Jappe</a> auf der documenta&nbsp;8 (1987) auf und sind wie Gegenstücke zur protestantischen Heiterkeit der sonst in den Kunstinstitutionen dominierenden Performancekunst, mit ihrer sakral anmutenden Betonung des Körpers.</span>
</li>
<li id="cite_note-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-30">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Zana Zajanckauska: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.perfomap.de/map2/kart/rti"><i>Reclaiming the Invisible Past of Eastern Europe.</i></a> map – media archive performance,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 23.&nbsp;März 2011</span> (englisch, Interview mit Ieva Astahovska).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3APerformance+%28Kunst%29&amp;rft.title=Reclaiming+the+Invisible+Past+of+Eastern+Europe&amp;rft.description=Reclaiming+the+Invisible+Past+of+Eastern+Europe&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.perfomap.de%2Fmap2%2Fkart%2Frti&amp;rft.creator=Zana+Zajanckauska&amp;rft.publisher=map+%E2%80%93+media+archive+performance&amp;rft.language=en">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-Montano.479,1-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Montano.479,1_31-0">↑</a></span> <span class="reference-text">
<a href="Linda_Montano" title="Linda Montano">Linda Montano</a>: <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">Performance artists talking in the eighties</cite>. University of California Press Berkeley, Los Angeles, London 2000, ISBN 0-520-21022-0, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>479,1</span> (englisch, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=5Bl6wm-cV_oC&amp;pg=PA479&amp;q=performance+art+1990s#v=onepage">eingeschränkte Vorschau</a> in der Google-Buchsuche).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Performance+%28Kunst%29&amp;rft.au=Linda+Montano&amp;rft.btitle=Performance+artists+talking+in+the+eighties&amp;rft.date=2000&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=0520210220&amp;rft.pages=479%2C1&amp;rft.place=Los+Angeles%2C+London&amp;rft.pub=University+of+California+Press+Berkeley" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-Montano.479,2-32"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Montano.479,2_32-0">↑</a></span> <span class="reference-text">
Linda Montano: <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">Performance artists talking in the eighties</cite>. University of California Press Berkeley, Los Angeles, London 2000, ISBN 0-520-21022-0, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>479,2</span> (englisch, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=5Bl6wm-cV_oC&amp;pg=PA479&amp;q=performance+art+1990s#v=onepage">eingeschränkte Vorschau</a> in der Google-Buchsuche): <span class="lang" lang="en" dir="auto">“In these contexts performance art became a critical new voice with a social force similar to that found in Western Europe, the United States and South America in the 1960s and early 1970s. It should be emphasized that the eruption of performance art in the 1990s in Eastern Europe, China, South Africa, Cuba, and elsewhere should never be considered either secondary to or imitative of the West.”</span><span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Performance+%28Kunst%29&amp;rft.au=Linda+Montano&amp;rft.btitle=Performance+artists+talking+in+the+eighties&amp;rft.date=2000&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=0520210220&amp;rft.pages=479%2C2&amp;rft.place=Los+Angeles%2C+London&amp;rft.pub=University+of+California+Press+Berkeley" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-Brill-33"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Brill_33-0">↑</a></span> <span class="reference-text">
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</li>
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Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4173750-7">4173750-7</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/sh85099809">sh85099809</a></span> </div>
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